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HMI programmieren: Variablen, Alarme und ein Rezeptbeispiel

HMI-Programmierung am Beispiel einer Abfüllmaschine: Software, SPS-Variablen, Schaltflächen, Alarme, Rezepte und Inbetriebnahme prüfen.

Kedi Machine 3 Min. Lesezeit
Realistische Bleistiftillustration eines Technikers am HMI einer Abfülllinie

Ein HMI zu programmieren bedeutet, Bedienbilder zu gestalten, den Datenaustausch mit der SPS festzulegen und Bedienbefehle kontrolliert zu verarbeiten. Zuerst werden Panel und passende Software bestimmt, dann Verbindung und Variablen eingerichtet. Schaltflächen, Alarme und Rezepte bauen darauf auf. Abschließend muss das Verhalten getestet werden.

Als Beispiel dient eine einfache Flüssigkeitsabfüllmaschine. Die Variablennamen sind erklärende Beispiele, keine allgemeingültige Adressliste und kein direkt ladbares Maschinenprojekt.

Welche Software braucht man zur HMI-Programmierung?

Illustrative Nahaufnahme eines Bedieners beim Zeigen auf einen HMI-Statusbereich
Symbolisches Panel, kein Screenshot einer bestimmten Herstellersoftware. Mit ImageGen erzeugt.

Vollständigen Paneltyp und Projektversion abgleichen. Weintek informiert über EasyBuilder Pro; das offizielle Samkoon-Supportportal führt unter anderem SKTOOL, SATOOL und weitere serienspezifische Werkzeuge. Der Markenname allein legt die Software nicht fest.

Auflösung, SPS-Treiber und Schnittstellen gemeinsam prüfen. Vor dem Öffnen oder Konvertieren eine Kopie des Quellprojekts sichern; ein Versionswechsel kann die Rückkehr zur älteren Umgebung beeinflussen.

Wie entsteht die Variablenliste vor dem ersten Bild?

Für jeden Wert Bedeutung, Datentyp, Einheit, Lese-/Schreibrichtung und zulässigen Bereich festlegen. Adresse oder Symbolname müssen zum echten SPS-Projekt passen. Eine beispielhafte Liste:

  • BottlePresent: Von der SPS gelesene Flaschenerkennung.
  • StartRequest: Startanforderung an die SPS, kein direktes Ventilsignal.
  • FillTimeMs: Füllparameter in Millisekunden; Grenzen nach Maschinenauslegung.
  • CycleState: Von der SPS gemeldeter Ablaufschritt.
  • ActiveAlarmCode: Anwendungsspezifische Information zum aktiven Alarm.

Neben dem Datentyp ist die Skalierung wichtig. 1.000 Millisekunden aus der SPS als 1.000 Sekunden anzuzeigen wäre ein erheblicher Interpretationsfehler. Den Ort jeder Umrechnung dokumentieren.

Soll eine Starttaste direkt einen Ausgang schreiben?

In diesem Beispiel sendet die Schaltfläche eine Anforderung. Die SPS entscheidet anhand von Betriebsart, Prozessbedingungen und Zustand über die Annahme oder meldet den Wartegrund. Die Betriebsanzeige im HMI sollte einer SPS-Rückmeldung folgen, nicht allein einem Tastendruck.

Drücken, Loslassen und Rücksetzen der Anforderung ausdrücklich definieren. Kommunikationsabbruch und Panelneustart testen, damit ein alter Befehl nicht unbeabsichtigt erneut ausgeführt wird. Eine normale HMI-Stoppfunktion ersetzt keine Maschinensicherheitsfunktion.

Wie werden Übersicht, Alarme und Rezepte aufgeteilt?

Drei HMI-Entwürfe für Bedienübersicht, Alarme und Rezeptverwaltung
Links Übersicht, mittig Alarme, rechts Rezeptbearbeitung. Texte und Adressen werden im echten Projekt ergänzt. ImageGen-Zeichnung.

Die Übersicht sollte aktuellen Schritt, Wartegrund und nächste Handlung zeigen. Nicht jede Einstellung gehört auf die Startseite. Häufige Aufgaben sichtbar halten und Wartungsparameter mit passenden Rechten trennen. Zustände mit kurzem Text und nicht ausschließlich durch Farbe erklären.

Was macht eine Alarmmeldung hilfreich?

Für eine definierte Bedingung ist „Füllung nicht gestartet: Flasche fehlt“ hilfreicher als „Fehler 12“. Aktiven, gegangenen und quittierten Zustand unterscheiden. Eine Quittierung bestätigt die Wahrnehmung; sie beseitigt keine physische Ursache.

Ein herstellerspezifisches Beispiel bietet die Weintek-Anleitung zur Alarmkonfiguration. Zeitstempel, Priorität und Aufbewahrung der Historie müssen zusätzlich festgelegt werden.

Wird ein ausgewähltes Rezept sofort in der SPS aktiv?

Nicht zwingend. Auswählen, Bearbeiten und Anwenden sind getrennte Entwurfsentscheidungen. Sinnvoll sind eine Prüfung der vorgeschlagenen Werte, Übernahme im geeigneten Maschinenzustand und eine Rückmeldung der SPS zum Ergebnis. Produkt, Einheiten und aktive Rezeptversion sollten erkennbar sein.

Das Weintek-Handbuch zur Rezeptdatenbank beschreibt ein Datenverwaltungsbeispiel. Eine vorhandene Datenbank garantiert noch keine sichere gleichzeitige Parameterübernahme im Steuerungsprogramm.

Was muss die Inbetriebnahme prüfen?

  • Stimmen Anzeige, Einheit und tatsächlicher SPS-Wert überein?
  • Werden ungültige Eingaben in Oberfläche und Steuerungslogik berücksichtigt?
  • Sind alte Werte nach Verbindungsabbruch als solche erkennbar?
  • Erhalten Startanforderung, Quittierung und Rezeptübernahme die richtige Rückmeldung?
  • Wurden Spannungswiederkehr, Benutzerrechte und Wiederherstellung aus Sicherungen kontrolliert getestet?

Bei Verbindungsproblemen hilft unser Leitfaden zur HMI-SPS-Kommunikation statt wiederholter Bildübertragung. Kedi Machine entwickelt HMI- und SPS-Software für Bestandsmaschinen. Paneltyp, bestehendes Projekt und gewünschter Ablauf bilden den Ausgangspunkt.

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